GMW Tagung 2014 – Lernräume gestalten

Da ist sie wieder: die Metapher des Raums…, als Ordnungs- und Systematisierungskriterium gegen/mit/ohne die ubiquitäre Verfügbarkeit, gegen Grenzenlosigkeit? Die ‚Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V.‘ hat zur Jahrestagung geladen und das Lernen in ‚vielfältigen Bildungskontexten‘ verorten (sic!) wollen. Ein umfangreicher Tagungsband gehört dazu, aufgefallen ist mir die Keynote von Sabina Brandt und Gudrun Bachmann, die die Ergebnisse ihres Projekts in der Studie „Lernumgebungen an der Hochschule – Auf dem Weg zum Campus von morgen“ vorgestellt haben. Zitat: „Ein Lernen mit und ohne ‚E‘, das zu trennen macht eigentlich gar keinen Sinn.“ So einfach kann ausgedrückt werden, dass nicht nur das ‚E‘ als Spezifikum für Lernprozesse wegfallen darf, weil digitales und präsenzorientiertes Lernen in Seminaren o.ä. eben ‚Lernen‘ sind und auf diesem Prozess der Fokus liegt; sondern es bedeutet auch die Anerkennung der aktuellen Lernkulturen, die keine Trennung praktizieren, sei es das Online-Lernen, das an physischen Orten wie dem Campus oder zu Hause stattfindet oder das mobile ‚Zwischendurch‘-Lernen (instant/rapid/wieauchimmer..) in Bus, Zug, U-Bahn. So wird die Eigendarstellung eines studentischen Studienteilnehmers nachvollziehbar, der sich als „Lernwanderer“ bezeichnet. Ebenso können die ‚virtuellen‘ und ‚realen‘ Lernräume in eins gefasst werden, (reales) Lernen ist beides.

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