#mootDE14 aka Wie war’s denn bei der MoodleMoot 2014 in Leipzig?

Oh, schön war’s: großen Dank an das Orga-Team, das war eine klasse Leistung! Und die Vorträge? Die klassische Variante nach einigen BarCamps und online MOOCS in der letzten Zeit als frontales one-to-many, auch gut und zur Informationsvermittlung super. Was gab’s denn? Einiges habe ich mir angesehen und durch der Beschäftigung mit Social Learning, nun aber als e-Learning Mitarbeiter der BTU Cottbus-Senftenberg sehr gespannt auf die Chancen und Klippen des Lernmanagementsystems, mit dem ich momentan selbst arbeite.

Zuerst aus Gründen einer später möglichen Kooperation: LOOP (viele Grüße an Andreas!). LOOP ist eine online / Cloud-basierte Autorensoftware der Fachhochschule Lübeck auf MediaWiki-Basis mit einer Schnittstelle zu Moodle und einem „Inhaltsverzeichnis mit einer dynamischen Seitennavigation, man kann spezielle Absatzgruppen definieren und Rich-Content-Elemente (Bilder, Videos, Audio) einbinden und es gibt Verzeichnisse für Abbildungen, Listings, Formeln usw.“. Die Software produziert eine vor- und zurück navigierbare Text- u. Multimedia-Online-Struktur, die einem Buch ähneln kann, gleichzeitig können Diskussionen gestartet und Präsentationen, Videos oder Widgets für Facebook, Twitter etc. eingebunden werden. Sie ist Open Source, läuft in jedem Browser und ist per GitHub download- und installierbar, kann aber auch von der FH Lübeck als SaaS in Anspruch genommen werden, dann fällt die technische Pflege weg. Eine angenehme Sache, die Lehrinhalte gut managen kann, den Überblick behält und leicht zu bedienen ist, somit eine Empfehlung für das Online Lehren & Lernen.

Weiter ging es mit einigen Vorträgen zur Administration und vereinfachenden Einrichtung von Moodle, schön techniklastig und mit umfassendem Wissen zu Moodle-Einstellungen, virtuellen Servern und Sicherheitsaspekten.

Meine persönlichen Highlights aber waren einerseits die Einbindung der App ‚Massmatics‘ zum mobilen Lernen in Mathematik in der Studienvorbereitung der Hochschule Offenburg. Ein Pool an Mathe-Aufgaben wurde erstellt, um Interessent/innen für den Studiengang vorzubereiten oder Studierenden zur Verfügung zu stellen. Meiner Meinung nach ein Konzept mobilen Lernens, das sinnvoll aufgebaut ist und im Kontext funktioniert.

Andererseits war der Vortrag von Fr. Prof. Dr. Patricia Arnold sehr interessant über die Einbindung von Mahara in das berufsbegleitende Studium der sozialen Arbeit. Mit Mahara wird ein komplettes Semester bestritten und ein E-Portfolio zum eigenen wissenschaftlichem Theorie-Praxis-Transfer erstellt. Wiederum fand ich die Integration der e-Portfolio-Anwendung in ein Studium spannend: es funktioniert mit den richtigen inhaltlichen Frage- und Aufgabenstellungen und der adäquaten Umgebung diese zu bearbeiten und zu lösen. Nicht umsonst ist sie eine Autorin des e-Learning Handbuchs.

Den Abschluss bildete der Vortrag zu Learning Analytics – Lernerdaten analysieren mit LEMO, ein gemeinsames Projekt dreier Berliner Hochschulen. Lernmanagementsysteme wie Moodle oder Clix können damit verbunden und anhand verschiedener Analysekriterien Aussagen zu Trends oder statistischen Angaben getroffen werden: Nutzungszeit, -dauer und -verhalten, Klickhäufigkeit bei Lernmaterialien, Abfolge von Klicks etc.. Die Analysen betreffen die Kurse und werden anonym durchgeführt. Interessant war auch der Ausblick auf die Erweiterung des Datenmodells hinsichtlich der Aktivitäten und des Datenaustauschs oder der Einbindung der Lernenden zur Analyse des eigenen Lernverhaltens oder der Recommender-Funktion. Ein sehr umfassendes Tool, das zwar mit etwas technischem Aufwand (Java, Tomcat) verbunden ist, aber sehr viel Aufschluss über das Nutzungsverhalten der Lernenden und damit Optimierungsmöglichkeiten für die Lernumgebung und ihre Kurse geben kann.

Eine gelungene Veranstaltung in einer schönen Umgebung und wie immer waren die Pausengespräche entscheidend.

Über bdoerr
Medienpädagoge, Dozent, Berater für digitales Leben: e-learning, Medienbildung, web 2.0, Projekte, Fortbildungen, open source, social media, Linux, soziale Netzwerke

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