Externe Tools in Moodle

Da ich beruflich stärker mit Moodle zu tun habe, andererseits aus dem Bereich des Lernens mit Web 2.0 Tools aka Social Learning komme, interessiert es mich besonders, die Grenzen eines etablierten Lern-Management-Systems zu erweitern. In der Ausgestaltung von Lernumgebungen ist es mir wichtig die nötigen Anwendungen zur Verfügung zu haben, die zum Lernprozess, dem Seminar, den Anforderungen etc. passen. Dies lässt sich innerhalb von Moodle über die sog. ‘externen Tools’ lösen, die als ‘Aktivität’ auswählbar sind. Nichts besonderes? Ich meine: doch, weil es möglich ist, diejenigen Services in bspw. den Kurs zu integrieren, die Moodle eben nicht als Filter oder Plug-in anbietet, d.h. es geht mehr! (PLE? ja, in diese Richtung kann es gehen…) Mehr von diesem Beitrag lesen

E(r)lernen: Zukunftskonzepte zur Lehre mit den neuen Medien

Die E-Learning Tagung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin (Twitter: #erlernerHWR) war kurz und sehr subjektiv gesagt ein voller Erfolg: eine für Tagungen übersichtliche, aber nicht zu geringe Zahl an Teilnehmer/innen, die aus verschiedenen Bereichen, Organisationen und Institutionen mit einiger Erfahrung im E-Learning kamen und die anregende und intensive Diskussionsathmosphäre prägten. Es mag ja bei anderen E-Learning Tagungen in ähnlicher Weise effektiv sein, aber mit einem doch größeren Plenum dennoch eine interessante Seminar-Athmosphäre bei Vorträgen zu schaffen, gelingt nicht überall. Dazu gehörten bestimmt auch die publikumsaktivierenden Methoden, Gruppendiskussionen zu strukturieren oder wer-den-Ball-fängt-muss-sprechen Einlagen (bitte das nächste Mal mit Softball!), aber definitiv die interessanten Themen und die Vortragsweise.

Aufgefallen ist es mir am Vortrag von Prof. Spannagel über neue Ideen mit digitalen Medien gestützte Lehre umzusetzen und v.a. das Konzept des flipped /inverted classroom. Merke: Web 2.0 hängt nicht nur mit Technik zusammen, sondern auch mit der (menschlichen) Art es zu benutzen, darzustellen etc. Da fällt selbst Mathematik leicht(er)… und hängt damit zusammen, dass das Thema “Das Lerner-Selbst stärken in Blended-Learning-Szenarien” hieß; selten erlebt, dass es im Lernen um die Lernenden geht, aber im Zusammenhang mit Lernen 2.0 sind auch andere Ideen und Konzepte zum Umgang mit Menschen in Lernzusammenhängen gefragt!

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Interview: Virtuell-aufsuchende Jugendarbeit – Straßensozialarbeit 2.0

Für die Initiative ‘Dialog Internet’ habe ich Tilmann Pritzens interviewt, Straßensozialarbeiter beim Berliner Träger Gangway e.V.. Hier ist das komplette Interview, wg. der Länge musste es im ‘Dialog Internet’ in zwei Teilen veröffentlicht werden.

Virtuell-aufsuchende Jugendarbeit: Straßensozialarbeit 2.0
Interview mit Tilmann Pritzens, Gangway e.V.

Tilmann Pritzens ist Sozialarbeiter und auf der Straße unterwegs. Er arbeitet bei Gangway e.V., [1] einem Berliner Träger für Straßensozialarbeit, und ist mit seinen Kolleg/innen in kleineren Teams pro Bezirk organisiert. Gibt es Probleme für Jugendliche und junge Erwachsene können sie sich an das Team wenden: Wohnung weg, Ausbildung, Schulden, Problemen mit Drogen, Arbeitssuche, Obdachlosigkeit u.v.m.; alles, was junge Menschen betrifft, die sich im öffentlichen Raum aufhalten. Diese Arbeit lebt von dem Vertrauensverhältnis zwischen Streetworkern und Jugendlichen und legt den Kontakt von Angesicht zu Angesicht nahe. Das ist größtenteils auch so, aber verstärkt leben die Jugendlichen im Netz: sie chatten und sind in sozialen Netzwerken unterwegs [2], wo sie ihre Fragen klären wie auf der Straße auch. Deshalb sind manche Teams des Gangway e.V. online präsent: man kann sie über verschiedene Chats, in mehreren sozialen Netzwerken und per e-mail erreichen oder auf der Website direkt Fragen an sie stellen. Tilmann Pritzens ist mit seinem Team auf mehreren Ebenen im Netz aktiv und schildert im Interview die Gründe.

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medienimpuls – Tablets in Kinderzimmern und Schulen

Bei der diesjährigen ‘medienimpuls’ Veranstaltung der FSF und FSM ging es um den Einsatz von Tablets im Unterricht und deren Einzug in Kinderzimmer, da sie so leicht zu bedienen sind und dieser Vorteil auch zum Lernen ausgenutzt werden kann. Leider hat die Referentin, Fr. Ludwig von der Uni Mainz, weder in der vorgestellten Studie noch im Vortrag einen angemessenen Abstand von den iPads der Firma Apple genommen, so dass der Eindruck entstand, es gebe weder adäquate Alternativen zu den Geräten, noch zu den Apps aus dem Apple Store. Das wäre noch zu verschmerzen, denn beide Alternativen existieren, und zwar prächtig; wichtiger war m.E. der klassische Umkehrschluss: wir brauchen mediendidaktische Konzepte, um den Einsatz und Mehrwert von Tablets in Schulen, Verwaltungen und Öffentlichkeit darstellen und rechtfertigen zu können.

Entgegen ihrer bisweilen aufblitzenden eigenen praktischen Orientierung die Geräte mit neuen Ideen einfach einzusetzen trägt diese Argumentation in weniger technik-affinen oder zumindest -aufgeschlossenen Behörden die Züge einer Hase-und-Igel Taktik, die gerne zur Vermeidung eingesetzt wird: die Geräte könnten wir ja anschaffen, wenn wir didaktische Konzeptionen hätten, da wir diese nicht haben, schaffen wir sie auch nicht an. Somit das logische Aus für Erneuerung und die Idee bleibt bei persönlichem Engagement, Freizeitvernichtung durch selbsttätige Fortbildungen, Unterrichtsentwürfe selbst basteln, Tutorials durchackern, Kontakte knüpfen, Einrichtung von Technik in der Schule am Wochenende bei gleichzeitiger Skepsis und fehlender Unterstützung von Kolleg/innen mit hohen Ansprüchen hängen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Da war noch was… 2011, pt.2

#ppd11 Post Privacy Day  Veranstaltung im Rathaus Schöneberg, Berlin

Veranstaltet von Internetwerkstatt Netti – Medienkompetenzzentrum Tempelhof-Schöneberg
GskA — gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit GmbH (Projekt Network)
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin (Jugendamt) und moderiert von Caspar Clemens Mierau (Blog: Leitmedium) und Reinhilde Godulla (Internetwerkstatt Netti, GskA) ging es um die verschwindende, verschwundene, zur rettende etc. Privatsphäre, Datenschutz inkl.

Podiumsgäste waren Christian Heller aka plomlompom, Marek Claassen sowie ein Vertreter des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. C. Heller ist als Nicht-Privatsphären Mensch spätestens nach seiner Buchveröffentlichung und seinem Blog bekannt dafür alles lebens- und alltagsrelevante im Netz zu veröffentlichen, so dass ich bereits befürchtete mit dieser frohen Botschaft den Saal verlassen zu müssen; zum Glück kommt im Gespräch doch mehr Reflexion rüber und die Kinder-, Jugend- , Eltern- und Multiplikatorenarbeit muss sich weiterhin über Datenfreigabe und öffentliche Profile unterhalten. Medienkompetenz zu fördern hat sich nicht nur nicht erledigt, sondern betrifft immer weitere Bereiche, mündet in kulturelle Fragen und ist längst in den Begriff Medienbildung erweitert. Interessante Einblicke in neue Tools und das persönliche offline Gespräch mit anderen Teilnehmenden haben den Abend abgerundet.

Lernen mit einer PLE, pt. 3

Hier also die 3 letzten Teile des Podcasts zum Thema “Personal Learning Environment”: unterschiedlichste Tools werden vorgestellt, der Berger-Luckmann-Nebel durchdrungen und die Reise endet in mesh-up’s…

PLE-Podcast, Teil  5 (ca. 3,20 Min., 4,5 MB)

PLE-Podcast, Teil 6 (ca. 4, 50 Min., 6,7 MB)

PLE-Podcast, Teil 7 (ca. 3, 20 Min., 4,6 MB)

… und wiederrum der Verweis auf das Literatur- und Tool-Verzeichnis.

Übrigens: alle Teile des Podcast stehen wie auch die Inhalte des Blog unter CC-Lizenz: Creative Commons Lizenzvertrag
Podcast: Personal Learning Environment von Bernd Doerr steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Lernen mit einer PLE, pt. 2

Wie versprochen sind hier die beiden nächsten Teile des Podcasts (es geht in die Vorstellung der Tools):

PLE-Podcast, Teil 3 (ca. 4,20 Min., 5,9 MB)

PLE-Podcast, Teil 4 (ca. 4,40 Min., 6,4 MB)

und wiederum der Verweis auf das Literatur- u. Tool-Verzeichnis.

Lernen mit einer PLE

Diesmal bestand die Semesteraufgabe darin einen Podcast zu erstellen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, erinnert es mich doch an die radio battles in nexx-media und an die Podcasts mit Schulklassen u.a.. Als Thema hatte ich PLE’s gewählt – Personal Learning Environments. Wie sollen diese zum Lernen einsetzbar sein?

Eine PLE ist erstmal eine selbst zusammengesetzte internet- u. browser-basierte Ansammlung von mehr oder weniger mit- und ineinander verschachtelten Tools. Die aus dem Web 2.0 stammenden Services listen Nachrichten auf, befördern kooperatives und kollaboratives Arbeiten, teilen Bilder, Texte, Videos und Podcasts und sind so einzigartig wie diejenigen, die sie erstellt haben. Der/die User haben mehrere, viele, sehr viele oder nur wenige Anwendungen um sich versammelt und nutzen diese, um allein oder mit Anderen Themen zu erarbeiten, Fragestellungen zu lösen, ein Wissensgebiet gemeinsam für ein Seminar vorzubereiten oder Materialsammlungen anzulegen. Wie schon ersichtlich ist: es geht stark um das explorative Lernen, bei dem sich der/die Lernende größtenteils selbst um die Inhalte kümmert und ggf. nur Links, Suchstichworte oder Autor/innen vorgegeben sind. Da es sehr sehr viele v.a. Web 2.0 Anwendungen gibt, die für diese Zwecke einsetzbar sind, ist es dem/der User/in überlassen, welche zu welchem Zweck eingesetzt werden. Hier haben Einige ihre PLE als Grafik verdeutlicht.

Wenn ich von der konstruktivistischen Sicht auf das Lernen ausgehe, sind PLE ein ideales Mittel, um Lernenden ein Set an Lerninstrumenten in der Art zu ermöglichen, die sie brauchen und mittels derer sie an bereits vorhandenes Wissen auf mehreren Ebenen anschliessen können:

- für die Erstellung einer persönlichen Lernumgebung ist Medienkompetenz vonnöten, da Lernende nicht nur Tools kennen(lernen), sondern auch ihre Brauchbarkeit für den Lernprozess einschätzen müssen

- somit werden sie von ihrem Kenntnisstand ausgehen und sich in einem Rechercheprozess diejenigen Tools dazunehmen, mit denen sie auf „ihrem Level“ umgehen können, die sie aber gleichzeitig auch weiterbringen

- auf der inhaltlichen Ebene sind Wissensstände schnell aufzustocken, da die Recherchen im Netz zu fast jedem Thema sehr viel Material liefern und der Horizont erweitert wird

- Lernende müssen in diesem Prozess Klarheit über ihre eigene Lernstrategie gewinnen, denn sie werden nur die Anwendungen gewinnbringend nutzen (können), die in ihren eigenen Prozess passen

- genauso verhält es sich mit der Selbstorganisation: mit dem momentanen mehr oder weniger reflektierten Stand fängt man an und organisiert den weiteren Lernprozess selbst, das kann (sollte?) die Erweiterung von Grenzen bedeuten, bspw. der Effektivität eigenen Lernens

Nicht vergessen: die Inhalte werden in den Web 2.0 Anwendungen oft mit einer Funktion zum (Weiterver-)Teilen angeboten (Sharing), so dass niemand alleine Inhalte ungehört ins Netz stellt, sondern sie Anderen zur Verfügung stellt und selbst auch von Anderen Inhalte nutzen kann.

Die Voraussetzung einer erfolgreichen Arbeit mit einer eigenen Lernumgebung ist die Angemessenheit des Mittels PLE, um ein (gesetztes) Lernziel zu erreichen. Nicht alle Lerninstrumente passen zu allen didaktischen Settings. Wie bei allen Web 2.0 Tools sind die Rahmenbedingungen, Konsequenzen und Auswirkungen auf die Lernenden, die Thematik, die Bildungsinstitution und die Lehrenden zu untersuchen und zu bedenken, um herauszubekommen, ob dieses Instrument jetzt das richtige ist.

Den Podcast zu Personal Learning Environments werde ich in handhabbaren Teilen nach einer Überarbeitung hier veröffentlichen und danke vorab Frau Buchem für ihr Engagement und ihr für mich gewinnbringendes Feedback!

Hier sind die ersten beiden Teile:

PLE-Podcast, Teil 1 (ca. 4 Min.)

PLE-Podcast, Teil 2 (ca. 5,5 Min.)

und das Literatur- u. Tool-Verzeichnis (gilt auch für die kommenden Teile).

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