Podium 1 der internationalen Konferenz zu #eparticipation, Tag 2

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Endlich auch #opensource Menschen auf dem Podium sowie Praktiker/innen, die Partizipation ausprobieren: Wikis, mobile Projekte und wiederum: Finnland (sic!)  mit ihrem Portal zur Beteiligung von Jugendlichen im urbanen Raum.

Hier der Bericht im Dialog Internet.

eParticipation: youthpart international conference on youth participation in the digital society

Am ersten Tag der internationalen Konferenz war das Publikum zahlreich und bunt gemischt: international eben, die Synchron-Übersetzungen lohnen sich also.

Was sich auch lohnt und an obige Veranstaltungen anschließt: die Diskussionen werden alle akribisch transparent in Etherpads dokumentiert, es wird getwittert (#epart12) und wo es geht gepostet aber auch in Arbeitsgruppen, nein: in Gruppendiskussionen nach den inhaltlich einleitenden Podien je nach Vorlieben wählbar diskutiert.

Die Diskussion zum ersten Podium „eParticipation in society – the big picture“ unter Federführung von Dr. Jan-Hinrik Schmidt (mit DeTe!) hat mir gezeigt, dass die Auffassungen über die Breitenwirkung von jugendgerechten Möglichkeiten zur Betreiligung im und mit dem Netz sehr unterschiedlich sind. Vor allem sind staatlich initiierte Portale, Netze oder Initiativen sehr kritisch und kontrovers beurteilt worden, so dass mein Fazit für den Tag 1 der Konferenz so ausfällt: vielleicht sind wir ja ‘nur’ die early adopters, die Chancen erkennen, die Technik dazu haben oder entwickeln, aber nicht genau wissen, wie wir die Jugendlichen nun dazu bewegen sollen, sie auch sinnvoll zu nutzen. Eine sehr pädagogische und good-will geprägte Einstellung. Vielleicht aber müssen wir uns auch daran gewöhnen, dass unsere Zielgruppe die Werkzeuge, die sie nutzen möchte, einfach nur vorfinden will, um sie für ihre eigenen Zwecke einzusetzen. Vielleicht müssen wir ihnen nur den Raum eröffnen, betreten werden sie ihn selber oder eben nicht. Partizipation von oben geht nicht; und in die Bahnen lenken, die uns gefallen, auch nicht. Vielleicht heißt eParticipation ja auch, Instrumente aus der Hand zu geben und uns überraschen lassen, was wer wann & wie damit anfängt. Spannend wär’s!

con/temporary streams aka Sammelsurium: ePartizipation und Mozilla Foundation

Die Mozilla Foundation versammelt mit dem Projekt HIVE kreative Köpfe und stellt seine neuen Tools vor, zum sofortigen Ausprobieren und Weiterentwickeln: Projektarbeit, code testen, Webseiten ‘hacken’ funktioniert mit HACKASAURUS, Videos online bearbeiten und ergänzen mit POPCORN und ihrem POPCORN-MAKER. Zwei wunderbare Tools für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Studierende … einfach alle, die mit dem Web, HTML 5 oder kreativen Möglichkeiten spielerisch umgehen oder (vielleicht) die nächste Entwicklung im Netz vorantreiben wollen. Nehmt euch Zeit dafür, ihr kommt nicht mehr so leicht davon los…

ePartizipation ist das Wort 2012 und die Jugendarbeit fragt sich, was sie damit anfangen kann. Ich bin gespannt auf die internationale Fachtagung des Projekts ‘youthpart’, vorher aber fanden bereits 2 Veranstaltungen zu diesem Thema statt: im Rahmen der Stiftungswoche Berlin veranstalteten die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, die Kreuzberger Kinderstiftung und die Stiftung Demokratische Jugend eine Diskussion zu den Perspektiven der ePartizipation. In verschiedenen thematischen Schwerpunkten ging es nach einem Input von Jürgen Ertelt um Netzwerke, Schwarmbewußtsein, die Piraten als Blaupause für aktuelle Beteiligungsformen oder um verändertes Demokratieverständnis. Eine spannende Veranstaltung im Hinblick auf weitere Berliner Aktivitäten mit diesen Akteuren!

Ein anderes Spektrum fand sich mit Einladung des Deutschen Bundesjugendrings zum ‘FachCamp 12 Jugendarbeit Online’ mit dem tollen Input von Kerstin Heinemann, (Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, JFF) zu »Partizipation in und mit dem Netz«. Mitarbeiter/innen aus Jugendverbänden setzen Beteiligungsformen für Jugendliche seit Jahren um – was ändert das ‘e’ vor ‘Partizipation’? Wie sinnvoll sind Beitritte zu Netzwerken und was soll dort getan werden? Eine Diskussion der Modernisierungsdebatte in der Jugendarbeit, interessant war es, mit Menschen zu diskutieren, die in anderen Bundesländern ähnliche oder eben völlig andere Erfahrungen gemacht haben. Ein mögliches Fazit: „Die Richtung stimmt, die Linie ist zackig und die Geschwindigkeit lässt zu wünschen übrig!

Seminarerfahrungen: Web 2.0 & Sozialpädagogik/Sozialarbeit

Die Noten für den Lehrauftrag im letzten Semester sind geschrieben und das Seminar im nächsten Semester startet im April: Web 2.0 in der sozialen Arbeit. Für die erste Durchführung eines Seminars als Lehrender war es für mich mindestens genauso spannend wie für die Studierenden der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB). Wie würden die jungen Menschen auf jemanden reagieren, der ihnen Tools aus dem Netz vorstellt, die sie alle schon kennen? Alte Hüte in technisch neuem Gewand und wofür soll das in der Sozialarbeit/Sozialpädagogik nützlich sein?

Das Resultat zuerst: sie kannten kaum Web 2.0 Tools und das Seminar war klasse! Die Studierenden konnten mit der Vorstellung des Web 2.0 soviel anfangen, dass wir sofort in Diskussionen über Anwendungen, inhaltliche Bezüge und neue Möglichkeiten in der Praxis kamen, die sich über das gesamte Semester zogen. Inhaltlich wie technisch intuitiv nachvollziehbare Anwendbarkeit ist immer noch das erste Kriterium für Tools und für die Herauslösung aus dem Unterhaltungskontext, den sie im privaten Gebrauch mehrheitlich haben, sie somit von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten.

Gestartet wurde mit einem (intern bleibenden) Kurs-Wiki, das im Semester zur Dokumentation der verschiedenen Arbeitsaufgaben und -schritte diente, parallel zum hochschul-internen LMS, das in neuer Auflage viel mehr Möglichkeiten bot als das alte System. Im laufenden Semester im wilden Ritt durch die Bereiche, die in ihrem Zweck den Studierenden vielleicht nützlich sein könnten:

  • Suchmaschinenbenutzung und Literatursuche
  • viel aus dem Office Bereich: Dokumente, Präsentationen, Bilder, MindMaps erstellen und teilen
  • cloud-Dienste, multimediale webbasierte Anwendungen
  • Dienste zur Aggregation von Nachrichten, Microblogging
  • und natürlich alle möglichen social software Tools wie soziale Netzwerke, auch zum selber Bauen sowie sharing tools.

Was mir besonders gefallen hat, waren die Diskussionen über Datensicherheit und Privatsphäre gegenüber dem Nutzen von Anwendungen und dem nicht-privaten, professionellen Blick, um zu lernen existierende und neue Tools einzuschätzen, inwieweit sie für das Studium und die spätere berufliche Praxis einen Mehrwert bringen. Insofern der eigene Horizont für die erweiterten Möglichkeiten im Netz geöffnet wurde und eigene Kriterien zur Anwendbarkeit oder Vorlieben entwickelt wurden, war das Seminar erfolgreich, zumindest gingen die Feedbacks in diese Richtung. Es bleibt spannend!

SPDupgrade – Forum Netzpolitik veranstaltet BarCamp zum Thema ‘Bildung’

Am 3.3. 2012 fand die erste Veranstaltung des Forum Netzpolitik in Form eines BarCamps im Berliner Willy-Brandt-Haus statt. Da Bildung für Medienpädagog/innen ein zentrales Thema ist und wir die Möglichkeit sahen mit Menschen aus der SPD direkt zu sprechen, waren wir zahlreich vertreten: Mitglieder des Vorstands der LAG Medienarbeit e.V., des Bundesvorstands und der Landesgruppe Berlin-Brandenburg der GMK und D. Seitz von ‘Mediale Pfade’ versuchten u.a. mit der ersten Session herauszufinden, wie die Förderung der Medienkompetenz in Berliner (aber nicht nur dort) grundständigen und Berufsschulen, Universitäten und Ausbildungen infrastrukturell und dauerhaft verankert werden kann. Gemäß der Richtung der Initiative ‘Keine Bildung ohne Medien’ sind wir aus o.g. Institutionen seit Herbst 2011 in Berlin dabei, Parteien zu Gesprächen zur Verstetigung der Medienkompetenzförderung an einen Tisch zu bekommen. Dies war die Gelegenheit mit Vertreter/innen der SPD zu diskutieren. Ergebnis: der Ausbau der Förderlandschaft wird allgemein gutgeheißen, es waren sich Alle recht einig und wir haben mit unserer Initiative Menschen in der Partei gefunden, die das Anliegen unterstützen, ein Erfolg!

Das BarCamp bestand auch weiterhin aus sehr interessanten Sessions, die im Pad dokumentiert sind, obwohl die Teilnehmerzahl leider gering war. Themen wie Kooperation und Kollaboration mit Web 2.0 Tools und ihre Integration in Unterricht, Ausbildung und Beruf oder lebenslanges & weltweites Lernen konnten im kleinen Kreis intensiv diskutiert werden, das ist sonst derart nicht möglich. Laßt uns Medienbildung stärker verankern und vielen Dank an die Organisator/innen!

Da war noch was… 2011, pt.3

Schneller als gedacht schreitet das Jahr voran und die Meldungen aus 2011 werden immer älter, deshalb im Kurzformat:

  • der PolitCamp e.V. veranstaltet immer wieder einen netzpolitischen Austausch, die Veranstaltung im November habe ich mir angeschaut: der angekündigte ‘lockere Austausch’ bringt überraschende Einigkeiten der verschiedenen Parteienvertreter/innen zutage, leider können sie sich letztendlich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen; inzwischen haben weitere Treffen stattgefunden, interessante Debatten gibt es auch;
  • zur Online Educa bin ich 2011 nicht gekommen, dafür zur embedded Veranstaltung ‘School Forum’, das sich in mehreren Vorträgen mit der Thematik ‘Schule und Neues Lernen’ beschäftigt hat, super: der lebendig-begeisternde Vortrag von Tim Rylands über die Chancen – Chancen – Chancen (!) von modernem Unterricht mit IT, die schlau ausgedachte ‘digitale Schultasche’, die Wolfgang Willburger vorgestellt hat und nur noch eingesetzt werden muss (…), der Vortrag von Dr. Karin Ernst über das Projekt ‘eXplorarium’, das im weiteren Sinn E-Learning an die Schulen bringt, und der von Fr. Payome von CHECK.point eLearning moderierte Round Table „Unter welchen Voraussetzungen entsteht eine moderne Lernkultur mit Einsatz digitaler Medien?“;
  • die von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in 2011 einmalig finanzierten Workshops zu ‘Cybermobbing’ für Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern habe ich an zwei Grundschulen mit 5. und 6. Klassen durchgeführt, weiteren Bedarf gibt es natürlich und die gesamte Spannbreite der Medienpädagogik ruft!
  • das Fachforum „Kinder aktiv vernetzt“ der LAG Medienarbeit e.V., das ich als Vorstandsmitglied eröffnen durfte und neben einem zu kurz gebliebenen interessanten Vortrag über ‘Mediatisierte Kinderfreundschaften als pädagogische Herausforderung’ von Prof. Dr. Burkhard Fuhs, Universität Erfurt, verschiedene Communities für Kinder vorgestellt hat, inkl. der Zugangsbedingungen, die aufgrund der besonderen Schutzwürdigkeit der Kinder leider mitunter (sehr) hoch sind, vorgestellt wurden: die Internauten, Clipklapp/Kindersache, Tausch-Dich-Fit, Sufino, Knipsclub, Mein!KI.KA und unsere ‘Eigenproduktion’ Spreegucker, hier noch ein ausführlicher Blog-Artikel meines Kollegen Michael Lange

Safer Internet Day 2012

Beim diesjährigen Safer Internet Day waren die Aktivitäten wieder auf Sicherheit im Netz ausgerichtet: den vormittäglichen Workshop/Kurs zum Computerführerschein ‘comp@ss’ habe ich auf die Sicherheitsaspekte der anzusprechenden Themen ausgerichtet. Beide 6. Klassen haben durchaus Neues erfahren, wenn es um Browsereinstellungen, sichere Suchmaschinen (z.B. ixquick) oder Antiviren-/Firewall-Programme ging. Soziale Netzwerke kamen natürlich auch zur Sprache, immerhin sind die Fotos ‘nur für Freunde’ sichtbar, aber was mit die Gesichtserkennung, das Taggen von Personen oder Lokalisierungsdienste bei Facebook angeht: es gibt Nachholbedarf!

Die Nachmittagsveranstaltung: der ‘Fachdialog Online-Sucht’, veranstaltet von der ‘Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin’, der sich in zwei Vorträgen mit der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch exzessives Spielen am PC und den Erfahrungen mit Elternkursen zur Mediennutzung in der Familie beschäftigt hat.

Fachdialog Onlinesucht - Fachtstelle für Suchtprävention Berlin, 7.2.12Im ersten Vortrag ging Hr. Rosenkranz von der Universität Hamburg auf die im März 2012 zu veröffentlichende Studie ein, die die „Perspektiven auf die exzessive Computer- und Internetnutzung Jugendlicher in betroffenen Familien“ untersucht hat. Ein interessanter Vortrag: es war nicht nur die Ablehnung monokausaler Argumentationen zur Analyse von süchtigem Verhalten im Vortrag sichtbar, sondern der Schwerpunkt der Studie liegt eindeutig auf der lebensweltlichen Komplexität eines „betroffenen“ Jugendlichen, die zusammen mit einer individualpsychologischen Untersuchung erst Aussagen über süchtiges Verhalten treffen kann. Auch der reine zeitliche Faktor ist nicht ausschlaggebend, sondern die Bedingungen, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen. Damit gibt es Untersuchungsfragen und -felder, die eine starke Aussagekraft haben und Interventionen unterschiedlichster Art und Instanzen erlauben, v.a. den betroffenen Jugendlichen damit in seiner Lebenswelt antreffen. Leider wird diese Studie erst im März vom Familienministerium veröffentlicht.

//update: die Veröffentlichungen der Studie starten: am 14. März in Berlin und am 26. April in Potsdam.//

Der zweite Vortrag von Michaela Graf von der Fachstelle schilderte die praktischen Erfahrungen, die sie in den Elternkursen zur Mediennutzung gemacht hat: Fragen, Zweifel und Unzulänglichkeiten der Eltern kommen Medienpädagog/innen sehr bekannt vor und es war mir eine Freude zu hören, dass wir im Umgang damit auf einer Wellenlänge schwimmen, da scheint professionelles Handeln zu funktionieren! Die wichtigsten Aspekte waren:

  • die Begleitung der Kinder und Jugendlichen, d.h. Interesse zeigen und mitgehen,
  • selbst medienkompetent werden, d.h. sich mit den technischen Fragen und ihren sozialen Auswirkungen beschäftigen
  • Regeln für die Mediennutzung finden, vorzugsweise durch Diskussion
  • im Gespräch bleiben und über einzelne Aspekte der Spiele- oder Internetnutzung diskutieren, bspw. Profile in sozialen Netzwerken, Ästhetik von Avataren etc.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung bei der der Hinweis auf Initiativen wie den Fortbildungsträger BITS21 im Medienbereich, das LISUM Berlin-Brandenburgjugendnetz-berlin.de, die Medienkompetenzzentren der Bezirke oder auch Eltern-Medien-Trainer nicht fehlen durfte, die in diesen Felder seit einigen Jahren unterwegs sind.

Online-Beratung für Jugendliche: in sozialen Netzwerken machbar?

Abseits (?) der Diskussion um soziale Netzwerke existieren zahlreiche Beratungsstellen im Internet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Fachleute geben in geschützten Räumen Hilfestellungen, Jugendliche beraten Jugendliche, unterschiedliche technische Zugänge je nach Vorlieben: hier geht es zu meinem Artikel bei dialog-internet.de (Initiative von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, zur zeitgemäßen Kinder- und Jugendnetzpolitik und den Chancen und Risiken für das Aufwachsen mit dem Internet) und natürlich direkt hier im Blog:

Online-Beratung für Jugendliche: in sozialen Netzwerken machbar?

Die Attraktivität des Angebots des in einem anderen Blog-Artikel erwähnten Vereins Netari.fi zur Jugendarbeit online in Finnland [1] hat mehrere Aspekte, von denen zwei aufgegriffen werden sollen: Beratungsarbeit einerseits, diese aber online, und die Situation der Jugendlichen, soziale Netzwerke für ihre Alltagsdinge zu nutzen und sie dort zu treffen. Während Netari.fi [2] als freier Träger die vorhandenen social media nutzt, um in Kontakt und ins Gespräch zu kommen, sind hierzulande noch andere Einrichtungen online, die Jugendlichen derartige Beratungsangebote machen. Mehr von diesem Artikel lesen

Da war noch was… 2011, pt.2

#ppd11 Post Privacy Day  Veranstaltung im Rathaus Schöneberg, Berlin

Veranstaltet von Internetwerkstatt Netti – Medienkompetenzzentrum Tempelhof-Schöneberg
GskA — gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit GmbH (Projekt Network)
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin (Jugendamt) und moderiert von Caspar Clemens Mierau (Blog: Leitmedium) und Reinhilde Godulla (Internetwerkstatt Netti, GskA) ging es um die verschwindende, verschwundene, zur rettende etc. Privatsphäre, Datenschutz inkl.

Podiumsgäste waren Christian Heller aka plomlompom, Marek Claassen sowie ein Vertreter des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. C. Heller ist als Nicht-Privatsphären Mensch spätestens nach seiner Buchveröffentlichung und seinem Blog bekannt dafür alles lebens- und alltagsrelevante im Netz zu veröffentlichen, so dass ich bereits befürchtete mit dieser frohen Botschaft den Saal verlassen zu müssen; zum Glück kommt im Gespräch doch mehr Reflexion rüber und die Kinder-, Jugend- , Eltern- und Multiplikatorenarbeit muss sich weiterhin über Datenfreigabe und öffentliche Profile unterhalten. Medienkompetenz zu fördern hat sich nicht nur nicht erledigt, sondern betrifft immer weitere Bereiche, mündet in kulturelle Fragen und ist längst in den Begriff Medienbildung erweitert. Interessante Einblicke in neue Tools und das persönliche offline Gespräch mit anderen Teilnehmenden haben den Abend abgerundet.

Da war noch was… 2011, pt.1

Schnell darf mensch ja noch: Rückblicke schreiben. In 2011 waren im letzten Quartal einige Events, die ich nicht mehr zeitnah bloggen konnte; deshalb nun ein gesammelter Rückblick:

#gmk11 GMK Forum 2011: Partizipation und Engagement – mit Netz und doppeltem Boden.

Vor dem Forum die Arbeit: erweiterte Vorstandssitzung und somit der Bericht meinerseits als Regionalsprecher (in Kooperation mit leider fehlendem Kollegen Thomas Schnaak) für Berlin-Brandenburg. Interessant waren die Berichte aus den anderen Regionalgruppen und den Fachgruppen: Schule: Medienbildung in der Schule nachhaltig verankern, Film & Video: Legalität von Filmarbeit und inhaltliche Überschneidungen mit uns wie beim Thema ‘Inklusion und Medienarbeit’ tauchen wohl nicht zufällig auf, wir möchten diese Menschen bei unserem geplanten Fachtag 2012 auch gerne sehen! Anschließend die Verabschiedung des alten und die Wahl des neuen Vorstands inkl. der beiden Vertreter unserer Fachgruppe ‘fastforward’, die sich mit den veränderten Möglichkeiten digitaler Kommunikation, gerne produktiv, auseinandersetzt.

Anschließend der Start des Forums und später die Einführung in das zum ersten Mal stattfindende Format des BarCamps, wiederrum von ‘fastforward’ initiiert und die Podiumsdiskussion zu Chancen und Risiken der Partizipationschancen im Netz. Wie auch das BarCamp wurde die Diskussion zum ersten Mal neu & anders organisiert: als Fishbowl, d.h. aus dem Publikum konnten Einzelne ihre Meinungen auf einem eigenen Stuhl als temporäre Mitdiskutant/innen äußern. Ein Novum für die GMK, das super funktioniert hat!

Das BarCamp-Format war ein Erfolg: es wurden so viele Sessions angeboten, dass ich einiges Interessante nicht wahrnehmen konnte, das ging: (bundesweite) Medienkompetenzstrategien: welche Pläne und Wege führen zu Projekten der Medienkompetenzförderung, Partizipation: Konzepte für eine Umsetzung im Unterricht, soziales Netzwerk Diaspora: Unterschiede und Vorteile zu anderen Netzwerken, bspw. Dezentralität, Betreiben eigener Server ] (engl. Seite, deutsches, selbst organisiertes Netz).

Abends zur Verleihung des Dieter Baacke Preises mit tollen Projekten der Medienarbeit quer durch alle Altersgruppen und Abschluss beim Empfang. Am Sonntag fanden die Treffen der Fachgruppen statt: fastforward hat mit der Wahl der neuen Sprecher/innen und einigem Organisatorischem den Zeitplan voll ausgenutzt, es soll ja schließlich auch etwas entstehen!

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